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Warren Harding (Bergsteiger)
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Warren J. Harding (* 18. Juni 1924; β 27. Februar 2002) war ein US-amerikanischer Bergsteiger und Pionier des Bigwall-Kletterns in Kalifornien.
Contents
β’ Leben
β’ Schriften
β’ Weblinks
β’ Einzelnachweise
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Leben
Harding wuchs in Downieville in Kalifornien auf, als Sohn einer Familie, die in der Zeit der GroΓen Depression in den 1930er Jahren aus dem Mittleren Westen (Iowa) dorthin zog. Er begann Ende der 1940er Jahre in der Sierra Nevada mit dem Klettern und machte ab 1953 durch einige gewagte Erstbegehungen in der Kletterszene im Yosemite-Tal von sich reden, in Konkurrenz insbesondere zu Royal Robbins. Nachdem Harding und sein damaliger Kletterpartner Mark Powell in der Begehung der Nordwestseite des Half-Dome knapp von Robbins geschlagen wurden, beschlossen sie im Juli 1957 die Wand The Nose am El Capitan in Angriff zu nehmen. Da ihre Versuche groΓe Zuschauermengen anlockten, untersagte der Park Service einmal das Weiterklettern und ordnete an, dass solche Besteigungen nur noch auΓerhalb der Saison erfolgen sollten. Am 12. November 1958cite-ref-1[1] gelang die legendΓ€re Erstbesteigung schlieΓlich Harding mit Wayne Merry, George Whitmore und Rich Calderwood in 47 Tagen mit mehreren AnlΓ€ufen. Die Route ist bis heute eine der populΓ€rsten Felskletter-Routen der USA.
Von sich Reden machte Harding auch in einer spektakulΓ€ren, 27 Tage dauernden Erstbesteigung der Wall of the early morning light am El Capitan 1970 mit Dean Caldwell, die damals erhebliche Medienaufmerksamkeit erreichte (mit Fernsehberichten und einem Artikel in Life-Magazine). Als sie wΓ€hrend eines Sturms mehrere Tage in der Wand festsaΓen, weigerten sie sich vom Park Service gerettet zu werden. Royal Robbins folgte ihm kurz danach in einem Durchstieg, der nur 7 Tage dauerte, wobei er viele von dessen Bohrhaken entfernte, um die Wand sauber zu halten. Nach dieser Besteigung war Harding vorΓΌbergehend ein Medienstar, der in Talkshows auftrat und auf Vorlesereise ging.
Harding war bekannt fΓΌr sein extrovertiertes, raues Auftreten (Spitzname Batso), inklusive einer Vorliebe fΓΌr groΓe Mengen billigen Rotweins und eines poltrigen Humors. Er war ein Pionier in der Verwendung verschiedener Kletterhilfsmittelcite-ref-2[2], teilweise entwickelt mit Roger Derryberry und vorher in den 1950ern mit Dolt Feuerer. Da sein Ziel nach eigenen Wortencite-ref-3[3] weniger in klettertechnischer Finesse bestand, und er um ans Ziel zu gelangen auch groΓe Mengen permanenter Bohrhaken setzte, wurde er von anderen Bigwall-Pionieren wie Royal Robbins kritisiert, der sich fΓΌr sauberes, Γ€sthetisches Klettern mit mΓΆglichst wenig Bohrhaken einsetzte. Bei seinen Touren lieΓ sich Harding von ernsthaften Verletzungen nicht abhalten, so kletterte er einmal kurz nach einem Beinbruch durch einen Autounfall. Am Half Dome des Yosemite musste er im November 1968 mit dem Kletterer und Fotografen Galen Rowell mehrere Tage einem winterlichen KΓ€lteeinbruch in der Wand campieren, was beide nur knapp ΓΌberlebten. Sie mussten durch einen Helikopter (und den sich abseilenden Royal Robbins) aus der Wand befreit werden.
Harding verΓΆffentlichte 1975 seine Memoiren.
Hauptberuflich war er Landvermesser und Bauarbeiter, erst fΓΌr den Staat Kalifornien, dann fΓΌr private Firmen, in Kalifornien, Alaska und Vietnam. Nach den 1980er Jahren gab er das Bergsteigen auf und verlegte sich aufs Ballonfahren.
Schriften
β’ Downward Bound: A Mad! Guide to Rock Climbing, Prentice Hall 1975, Menasha Ridge Press, Birmingham, Alabama 1990
Weblinks
β’ Nachruf
β’ Artikel von Burt Snider, San Francisco Examiner 1986
Einzelnachweise
cite-note-11. β National Parks Traveler vom 12. November 2008: Fifty Year Ago Today, Warren Harding and His Buddies Conquered βUnclimbableβ El Capitan (englisch), abgefragt am 11. November 2010
cite-note-22. β wie Bat-Haken, Bat fΓΌr seinen Spitznamen und basically absurd technology und Bat-Zelte, an einem Haken in der Wand aufgehΓ€ngte SchlafsΓ€cke. Er hatte auch zeitweise eine Firma fΓΌr Kletter-Equipment namens B.A.T., die aber wenig erfolgreich war
cite-note-33. β PortrΓ€t von Burt Snider, San Francisco Examiner 1986. Harding zitiert einen Briten, mit dem er kletterte, und der ihn kritisierte: My God, Harding, you canβt do anything!, worauf er antwortete I know, but I can do it forever.